Mittwoch, 10. September 2008

Ein bisserl was für "Nicht-Englisch-Leser"

Liebe Leute, keine Sorge, mein letzter Beitrag müsste für jeden Hauptschüler der 3. /4. Klasse irgendwie verständlich sein - weil so blendend ist mein Englisch auch wieder nicht, wenn ich aber auch zugeben muss, dass ich den letzten Beitrag schon fast so schnell wie auf deutsch beisammen hatte. Also - Töchterchen, Sohnemann, Enkerl ... einspannen und sich erzählen lassen, was drin steht.

Hier noch ein paar Fotos von meinem derzeitigen Aufenthalt. Mir gefällt es hier wirklich sehr gut, die Menschen sind freundlich - und scheinbar mit mir zufrieden (die Sonntagskollekte - bitte alle anhalten:
rund CAD 5 200,-
(lt. Auskunft der Sekretärinnen um CAD 600,-
mehr als am Sonntag zuvor
sie fragten gleich, ob ich nicht bleiben könnte - Scherzchen ...)

Ihr müsst aber wissen, dass die katholische Kirche von diesen Kollekten zu 100% lebt (15% an die Diözese, der Rest in der Pfarre - davon werden alle Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge und und und beglichen) - aber zugegeben, arm scheint die Gemeinde nicht wirklich zu sein.
Es wird gerade die Kirche ausgemahlt, die haben nicht so Probleme mit dem Denkmalschutz, wie denn auch, die Kirche ist gerade mal vielleicht in ihrem jetzigen Zustand 100 Jahre alt (außen, innen gerade mal 22 Jahre, weil sie nämlich fast komplett im Jahr 1986 abgebrannt ist). Das Essen ist sehr gut (eigentlich zu gut - ich glaub die machen meine Erfolge von Toronto wieder zunichte, obwohl ich wirklich mich bemühe zurückzuhalten - aber leicht macht es mir die hiesige Köchin nicht - der Koch in Toronto ist da etwas effektiver - ihr versteht ja hoffentlich was ich meine ;-)) )
Sonst gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu berichten - ja, scheinbar haben die Bürodamen für mich Guides engagiert, die mich jetzt des öfteren am Nachmittag durch die Gegend kutschieren - weil es wirklich ein interessanter Flecken Erde ist, lasse ich das gerne mit mir geschehen :-)
So und jetzt nur das Bild anklicken und ihr seid im Fotoalbum.


God bless you

Yesterday I did a hike to "The Martyrs Shrine"

Hello all together.
Near to Midland is an old shrine. The church is dedicated to the first martyrs of Canada. They were Jesuit missionaries in the first half of the 17th century, and they were murdered at this place by members of the tribe of the Iroquese. But let me tell you the story as well I can.
Around 1620 french people founded a settlement near today´s city of Quebec. From this settlement several ships and boats started to explore the Ste. Lawrence River and the big lakes (Lake Ontario and Lake Eire, then Lake Huron too). The settlers traded primarily with members of the First Nation of the Quendat (called Hurons by the French - but they don´t like this name). In the year 1636 an expedition started with a few canoues following the river Ottawa and they came after a travel of 1200km to the southern Georgian Bay. On a rather certain place about 2km away from the shore of the Lake, at the Wye River, the members of this expedition, 5 Jesuits and a few other persons founded a settlement on an area which was given them by the Quendat who had been living there for generations.

The missionaries started to build a little rectory, with a chappel and the Quendat seemed to accept them. They helped the missionaries through the rough and harsch winter. And in the following year the little settlement increased by coming of some other people - some more Jesuits, but also some religious motivated volunteers, who had been not priests or brothers of the religious order of the Jesuits.

So a little settlement was coming up, a few Quendat asked for baptism, and they also began to trade ... This project seemed to be good for every party - if there were not ....

You have one thing to know: The ancestors of American Natives and European People had seperated developments for I guess 25 000 years, so their sicknesses and their immun system too. And so happened in this little community something what nobody knew in this ages. Simpl sicknesses of the European people made Natives really hard sick even so hard that many of them died. And so you can guess that after a while the Natives made a connection between the presence of the European and the diseases which broke out in their "Longhouses" and villages. Also the Quendat began to struggle inside their communities, and this circumstance was been connected too with the presence of the European. Additionally the Iroquese, traditional enemies of the Quendat and also enemies of the French began to attack the settlement. During several of those attacks 5 Jesuits and some Quendat died. A council of the Quendat decided to negotiate with the Iroquese - the Iroquese demanded the retreat of all French of this area. So the last Jesuits and a few baptised Quendat destroied the settlement with fire and went back to Quebec.

Today there are no Quendats left except the progeny of those Quendats in Quebec who fled with the Frech in 1648. Today lives the tribe of the Obijewan in the southern Georgian Bay on Christian Island. Perhaps it will be possible to go to this island - the secretaries of St. Magareth´s Parish told me, that they will arrange this.

You can see a few pictures from the museum "Ste Marie among the Hurons" - just five minutes away by foot from the shrine; perhaps you know this pictures - but after my short essay it could be that you will recognize some pictures better.
God bless you

Montag, 8. September 2008

Heute bin ich mal so richtig gerädert

Liebe Leute, das Wochenende war schlicht heftig: 5 Messen! Also Samstag Vormittag die Samstagmesse (keine Vorabendmesse - Wochentagsmesse vom Samstag) um 10:00; dann um 16:00 Beichthören (3 Leute), 17:00 Vorabendmesse; Sonntag: Messen um 9:00, 11:00, 19:00; der einzige Vorteil war, dass ich nicht predigen musste, das übernahm der Diakon - der übrigens an diesem Wochenende auch ganz schön drangekommen ist, weil er zu den 4 Predigten auch noch um 13:00 einen Taufgottesdienst mit drei Taufkindern hatte (der gute Mann ist 73). Aber gleich vorweg, die Leute hier sind unheimlich nett und ich konnte viel "üben" - und es gelangen auch schon ein paar Scherzchen (besonders am Abend war´s lustig - es ist üblich hier, dass vor der Messe der Lektor die Intention bekanntgibt und auch den Sonntag - z.B. 23. Sonntag im Jahreskreis - viele haben ein kleines Heftchen mit den Texten zum Mitlesen dabei; na ja, der Lektor verlas nachdem wir eingezogen waren seinen Teil und wollte gleich mit den Lesungen fortsetzen, ohne dass die Messe begonnen hatte - Ich unterbrach ihn, und sagte so mal hinein in die Menge: " He is steeling my show" - Na ja, ihr könnt euch vorstellen, wie die Leute fast losgebrüllt haben - aber nur fast).

Ja; eingeladen war ich auch zum Supper - in einem sehr, sehr noblen Haus am See mit eigenem Boots- und Badesteg ... Sehr nettes Gespräch, über Gott und die Welt, das kanadische Sozialsystem (schlecht - weil unterdotiert! - Aussage der Leute hier - einer hat sogar seinen Job als Beamter des Sozialministeriums hingeschmissen), dass fast niemand in Österreich "Sound of Music" kennt bzw. ich keine/n Österreicher/in kenne, die auf Anhieb "Edelweiss" aus diesem Musical singen könnte, über Volksabstimmungen in der EU - and such similar stuff...

Vorher habe ich einen ausgiebigen Hike durch die Gegend gemacht; ein netter Zufall brachte mich dabei am Haus einer der Sekretärinnen vorbei - die mir dann gleich nachgerufen und auf einen Kaffee eingeladen hat. Anschließend führten sie und ihr Gatte mich noch durch nahezu unberührtes Gelände - ein Grüngürtel rund um Midland, der tatsächlich nicht bearbeitet wird (da fallen die Bäume tatsächlich am Ende ihres Lebens um - ein kleiner Urwald...).

Jedenfalls könnt ihr euch vorstellen, dass ich am Abend ziemlich geschafft war ... Fotoapparat habe ich leider keinen dabei gehabt, aber nachdem das Wetter sowieso nicht so berühmt war, werde ich in den nächsten Tagen wieder um ein paar Bilder mich umschauen.

Und noch was: Das mit dem canouing wird wirklich was. Ein Mitglied der Gemeinde wird es mir beibringen - vor allem die Methode, alleine mit einem Kanu geradeaus zu fahren (da gibt es einen "Shift" dem man mit jedem Padelschlag mit geben muss, damit das Kanu auf Kurs bleibt) - und die Ganztagstour im Naturschutzpark der Georgian Bay wird auch etwas werden - ich bin schon ganz gribbelig.....

God bless you

Freitag, 5. September 2008

Boat Cruise arround Georgian Bay

Yesterday I had a ride with an excursion boat arround the south area of Georgian Bay. This area is well-known because its huge number of islands (advertisments speak of about 30000 islands), most of them are very tiny, just a few squaremeters, often only with one tree on it, some are only flat rocks which poke out of the water. But some islands are big enough that there is a cottage on it.
The cruise through this pitoresce area of Lake Huron was very exciting and I was very impressed. I think the best way to get an impression of that what I saw yesterday is to look to the photos I made. Sorry the weather was not so good, so the fotos are a bit dark and not so clear in the colours as they are normaly used to be. But perhaps in a few days I will make a one-day canue-trip in this area. The secretaries of the parish told me, that there is a retired social-worker who likes to canouing and knows this area quite well (they also told me, that it is not recommended to hike alone in this area because of blackbears and foremost rattle-snakes - they could be quite dangerous if you don´t be care).

But now the link to the last fotos:

So - jetzt mal erste Nachrichten aus Midland

Seit Dienstag Mittag bin ich für etwa 2 Wochen in Midland an der Georgian Bay zur Aushilfe. Midland müsst ihr euch vorstellen als eine Mischung zwischen - na ja sagen wir Rudmanns-Waldrandsiedlung und Krems: so viele Leute wie in der Gemeinde Krems und so viel Action wie in der Waldrandsiedlung...; Also - jetzt nicht unbedingt fad, aber sagen wir in Krems tut sich mehr - vor allem bekommst du mehr. Was aber diesen Ort für mich sehr attraktiv macht: Du wirst nicht mit dem dauernden Straßenlärm konfrontiert, das Zimmer ist größer (eine kleine Wohnung), und auch so ist im Pfarrhof mehr Action - es gibt 2 Sekretärinnen (fulltime), eine Haushälterin und einen Haustechniker. Jeden Tag treffe ich mich um 10 Uhr auf eine "English-lesson" (so wird jetzt die Kaffeepause in der Küche bezeichnet :-D ) mit ihnen.

Meine Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, zu Mittag mit einer gar nicht kleinen Schar an Gläubigen (ca 25 -30) Eucharistie zu feiern. Ich bemühe mich auch, jeden Tag eine kurze Predigt (ca. 3 Minuten) vorzubereiten (was doch einige Zeit in Anspruch nimmt, aber es ist auch eine ganz gute Übung). Sonst nutze ich den Vormittag vor allem dem Sprachstudium (Grammatik - ich habe mir ein Buch gekauft, da tun sich Welten an Grammatik auf, von denen ich meines Wissens bis zu meiner Matura nichts gehört habe - die Englischsprecher spielen sehr mit der Grammatik um diverse Dinge zwischen den Zeilen zu artikulieren ...) - Ich denke, wenn ich da durch bin und an meinem nächsten Standort wieder einen Sprachkurs anpeile, könnte ich schon mal das FCC (First Cambrigde Certifikate) anpeilen - ein wichtiger Schritt zum TOEFL (Universitätsreife an englischsprachigen Unis).

Am Nachmittag werde ich versuchen, so weit wie möglich mit dem Rad die nähere Umgebung zu erkunden. So denke ich, dass die nächsten Wochen ziemlich ausgefüllt sein werden.

Dienstag, 2. September 2008

Breaking News

Ich bin jetzt seit ca. 3 Stunden in Midland - Leute, hier gefällt´s mir. Was ich bis jetzt mitbekommen habe:
Spitzenmäßiges Quartier, schöne Gegend, nette Leute, ich habe, glaube ich mehr geredet in dieser kurzen Zeit als im Kloster in ein paar Tagen. Mehr folgt dann später (vielleicht auch schon mit den ersten Fotos)

Montag, 1. September 2008

Heute morgen ist Schulbeginn ...

... ich bin eigentlich zur Zeit dieses Eintrags ja noch im Gestern, und die, die es daheim betrifft noch nicht ganz im Morgen (sie schnarchen noch den Schlaf der Gerechten) - irgendwie wieder mal dieses komische Gefühl - immerhin ja mein erster "Nichtschulbeginn" seit 14 Jahren...; wie ich Ende Juni Josef die Schulschlüssel zurückgegeben habe, habe ich mir gedacht - so jetzt machst mal Pause, so richtig dein´s war´s ja die letzten Jahre sowieso nicht mehr - und dann kannst ja noch überlegen - aber jetzt geht´s mir doch a bisserl ab ... - Warum ist es so, dass immer das einem abgeht, was man nicht haben kann, obwohl es, wenn man´s hat, oft nicht wirklich schätzt.

Ist ja wahrscheinlich ja nicht nur bei mir so, oder? Ehrlich sein ....

God bless you