Freitag, 24. Oktober 2008

Also - ich bin einigermaßen stolz

Zum Abschluss der ersten Woche der Toefl-Preperation habe ich meinen ersten Score erhalten 93 von 120 Punkten (95 sind für die Uni Toronto erforderlich) - nachdem ich aber meine Fehler kenne (manche waren schon mehr als unnötig - Konzentrationsmängel) bin ich guten Mutes, diese schon im Laufe der nächsten Woche ausbügeln zu können und weiter zu scoren. Das einzige, was mir wirklich Probleme bereitet sind die Speaking-Questions - also auf Zeitdruck zu irgendeinem Thema Meinungen (und das noch dazu nach einem bestimmten Strukturschema) zu beantworen, würde mir nicht einmal so schnell auf Deutsch gelingen - da muss ich wirklich noch etwas feilen - aber ich habe ja noch etwas Zeit. Aber noch mal - wenn man bedenkt, was Englisch für mich in der Schule bedeutet hat, ist das bis jetzt erreichte schon etwas...

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Don't tease me about this ...

... but on todays afternoon I bought a travell-mug - how emberassing

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Wieder ein paar Neuigkeiten

Wetter
Also heute dürfte es kälter sein als bei euch daheim - um die -1° Celsius (wichtig - weil in Kanada auch manchmal mit Fahrenheit gerechnet wird - da wären es +30° - warum das so ist - schlagt selbst im Wikipedia nach) - gestern abend gab's sogar die ersten Schneeflankerl und heute in der Früh sah ich auf einem parkenden Auto ein paar zarte Schneereste.

Brief von Erzbischof Pettipas
Gestern erhielt ich den langersehnten Brief aus dem fast hohen Norden - den ersten Adventsonntag bin ich schon draußen in Alberta - dann heißt es sich warm anzuziehen

Erste Hilfe Kurs
Also im Vergleich zu Kanada sind wir eine richtige Erste-Hilfe-Großmacht - also ich muss sagen - very poor. Nicht mal vernünftiges Übungsmaterial haben wir (die Dreiecktücher würde ich höchstens noch als Putzfetzen gebrauchen, und auch sonst sind die gelehrten Maßnahmen eher - na ja sagen wir - jene, die in den 60ern in Österreich unterrichtet worden sein könnten) - und insgesamt ist der Kurs eher sehr theoretisch aufgebaut (alibimäßig müssen wir einen Kreuzerltest machen - aber zur Sicherheit auch nachfragen ob die Antworten stimmen). Dafür, dass das ganze CAD 120,- gekostet hat ... - aber zumindest ist es eine Möglichkeit, ein wenig unter Leute zu kommen.
Randbemerkung: In der zweiten Hälfte sind wir nur noch zu viert - es ist der einzige Abendkurs derzeit im Raum Toronto - 5 000 000 Einwohner!!

God bless you

Dienstag, 21. Oktober 2008

Hello everybody ...


... as I told you in the last postings have I achieved to the next level. I decided last week to change to a so called TOEFL-Class. And so I had today my first lessons in this class. Until now I got only little nice paperbacks with about 100 pages full with different exercises which were quite similar to them we have in Austrian English books. But today I got a huge tome with almost exact 700 Pages. And this course is completely different to the courses which I persolved in the last month. Instead of different exercises and sometimes even games are really rather hard and time-limited different tasks to be solved.

For example: You get four scientific texts of about summarized three pages with 10 different multiple-choice questions and you have to finish this in exactly 10 minutes. I'm really proud that I got almost the highest score (but I have to be honest, that most of the matters weren't really unbeknown by me, so I could reconstruct some problems though I didn't read the text very exactly or missed some words. It would have been a bigger problem, if the the text's had been taken out of an economical or iuridical compendium).

Until now I don't know if I will do this test in fact, because it is quite expensive (CAD 185,-), rather challenging - you have to do it through internet and lasts 4 hours with only one brake of 10 minutes after about two hours. After finishing this test you'll get a certificate with your test-score and this score supposed to be over 80% - with this score you will be accepted as student at Toronto University (and I think at other English speaking universities too - except of Harvard, MIT, Stanford, Cambridge, Oxford - for this Universities you have to have a better score, I think - but they have another additionally rules too). So you see there is for me a lot of to do the next four weeks.

Oh - I forgot to tell you, that yesterday I got an e-mail from F. Superior. He told me that he had spoken with Archbishop Petipás from Grouard-MacLennan (you know, he is the bishop with whom I spoke a few weeks ago about to come into his diocese). In the next few days I'll get a letter from him, in which will be written, that he invites me to come to his diocese. I'm really excited and courious about what to do and what my purposes will be.

God bless you all togethe

Freitag, 17. Oktober 2008

Hurra - ich habe es geschafft

... eigentlich habe ich mir gedacht, nachdem ich letzte Woche den Test am Freitag verhaut hatte, dass ich nicht mehr so wirklich in den nächsten Level komme (dann hätte ich schreiben können, dass ich sitzen geblieben wäre ...) - aber ich habe es doch geschafft - ich habe die Aufstiegsklausel für den Level 8. Ich werde aber die kommenden vier Wochen mit der TOEFL - Preperation verbringen - ein wenig mehr Herausforderung - aber ich muss ja weiterkommen.
Sonst gibt es nicht allzuviel Neues, außer dass ich jetzt wieder 2stellig bin (Gewicht ...) und weiter daran arbeite, dass irgendjemand im kommenden Jahr eine Wette verliert (müsste dann unter 90 kommen - wird hart, aber müßte zu schaffen sein)

God bless you

Dienstag, 14. Oktober 2008

Wenn ihr diese diese Meldung lest ...

... dann ist es schon der 14. Oktober - heute vor drei Monaten bin ich hier angekommen. Ein Viertel der Zeit ist schon vorbei, und ich konnte schon sehr viele neue Erfahrungen machen. Vieles habe ich erlebt, vieles konnte ich sehen, einiges ist nicht so gekommen, wie ich es mir ausgemahlt habe - aber, wie meistens in meinem Leben, hat dennoch alles seine Richtigkeit. Wenn manche Leute von Gottes Führung reden, so scheint damit gemeint zu sein, nicht einfach dumpf an irgendwelchen Fantasien und Vorstellungen festzuhalten, sondern dynamisch sich mit seiner Person dem Neuen stellen, und sollte vielleicht dies eine negative Erfahrung sein, doch offen zu sein für das, was durch diese Erfahrung Gott einem mitteilen möchte.

Es ist auf alle Fälle mal eine gute Erfahrung für mich, wieder die Schulbank zu drücken - das mag vielleicht für viele etwas eigenartig klingen, aber mir taugt es wirklich - und im Gegensatz zu früher bin ich, glaube ich, ein ganz disziplinierter Schüler zu sein - und das noch dazu in einem Fach, dass ich als Jugendlicher äußerst ungern hatte. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich für die Schule einen ordentlichen Patzen Geld hinlegen musste und natürlich jetzt für dieses auch eine Leistung erwarte ...

Eine weitere Erkenntnis ist, dass trotz oberflächlicher Ähnlichkeit dieses Landes mit unserem, doch einige gewaltige Unterschiede sich auftun. Es ist hier alles freundlich, aber auch ein wenig unverbindlich - so zumindest meine Wahrnehmung - man hat schnell mal Freunde, aber ist auch schnell mal wieder vergessen (es ist interessant, dass es keine Differenzierung wie im Deutschen gibt: Freund - Bekannter).

Was mir noch aufgefallen ist - ich sag's mal so - die Pfarrer, die ich bis jetzt kennengelernt habe, würden mit ihrem Kunst- und Musikverständnis ein ganz gutes Publikum für den Musikantenstadl abgeben - Schlager, Musical (die können wirklich nicht verstehen, dass mich "Sound of Music" einfach nicht interessiert, und in Österreich nahezu kein Mensch von diesem Musical eine Ahnung hat - aber in Nordamerika lernen die das scheinbar in der Schule! - es können fast alle Melodien aus diesem Musical zumindest summen - crazy) - und es scheint eine ungebrochene Beziehung zum Kitsch (in der Kirche Plastikblumen, die von der Kirche selbst gehandelten Devotionalien - Plastikmadonnen u.ä.) zu geben.

Ein weiterer Punkt ist die Esskultur - darüber gibt es ja sowieso schon genug Beiträge anderer. Es scheint wirklich so zu sein, dass das einigermaßen gesündere Essen man noch bei Chinesen, Koreaneren, Brasilianern, .... bekommt (was in Toronto ja einigermaßen leicht fällt, weil diese Stadt ja tatsächlich eine "Welt"stadt ist - eine Stadt, die die Welt abbildet - was auch ihren unwiderstehlichen Charme ausmacht) - typisch amerikanisch scheinen wirklich French Fries, Hamburger u.ä. zu sein - der Gipfelpunkt ist die Poutine (ein Haufen Pommes, mit einer Bratensoße übergossen und möglicherweise angeschmolzenen Käse darüber - ich habe das noch nie gegessen - obwohl mein Neffe so davon schwärmt (nur ich habe mein Gewicht zumindest gehalten, wenn nicht sogar leicht gesenkt)).

Man könnte vielleicht sagen, dass in dieser Kultur sehr viel unter dem Gedanken des Nutzens steht. Was nützt es mir, was bringt es, wozu, weshalb - deshalb oft verwilderte Vorgärten (weil man sich - noch - keinen Gärtner leisten kann), draußen verbuschendes Farmland, kaum Waldpflege im besiedelten Gebiet (dafür schlägt man in manchen subarktischen Gebieten gleich mal ganze Wälder nieder) - alles scheint mir eher kurz und mittelfristig angelegt - auch die Häuser, die gebaut werden (man verkauft's ja wieder in 10 Jahren ...).

Was man nicht machen soll, ist aber, dumpf alles als in irgendeiner Weise schlecht zu bewerten - es ist eine andere Kultur, und für Amerikaner ist unsere Lebensart im mindesten genauso exotisch (möglicherweise exotischer), wie die ihre uns seltsam vorkommt (und die Missverständnisse, die entstehen, weil man so manche Codes einfach falsch versteht - Reden, Dresscodes, Arbeitsabläufe, ...) - jedenfalls eine spannende Zeit bis jetzt, und sie wird sicher noch spannender werden...

So und jetzt gehe ich schlafen - muss ja morgen wieder in die Schule
God bless you

Montag, 13. Oktober 2008

Heute Nachmittag ...

... war ich in einer typisch kanadischen "Institution" - einer Cottage. Stefan Lang, ein pensionierter Maurer mit 78 Jahren (der noch immer voll in seiner eigenen Minifirma steht - Spezialität Steinmauern) hat mich dazu eingeladen. Nach ca. 200km (sicher schneller als die Polizei erlaubt - ich musste ihn immer an die Speedlimits erinnern; ja, und er gab auch zu, schon sozusagen den blauen Brief bekommen zu haben, dass er mit dem nächsten Strafzettel wieder zur Führerscheinprüfung antreten muss) in Richtung Norden kamen wir an zu seiner Cottage - mitten in einem Wald, direktes Ufergrundstück mit Bootshaus - schade, ich habe leider den Fotoapparat vergessen. Aber eines könnt ihr mir glauben: es ist einfach ein Wahnsinn, dort gewesen zu sein. Zumindest in meinem Kopf werde ich immer dieses Bild behalten. Schade nur, dass wir nicht länger bleiben konnten - seine Kinder (11 an der Zahl) und Enkelkinder haben sie nach einem Familientreffen winterfest gemacht.
Jedenfalls konnte ich mich heute wieder in meiner Muttersprache (heimischen Dialekt) üben, da Stefan, ein aus Westungarn stammender "Altösterreicher", auch im Dialekt sich mit mir unterhielt - ich habe aber zwischendurch auch immer wieder Englisch gesprochen (die Deutsch sprechenden nennen das hier switchen - wechseln der Sprache ohne es selbst zu bemerken - na ja, so richtig ist´s auch nicht bei mir - ich merk ja noch, wenn ich Englisch oder Deutsch spreche).
Aber eines war auch wichtig - ich konnte so richtig mal in die Lebensgeschichte eines Auswanderers eintauchen und mehr davon erfahren.
Dazu aber vielleicht mal später, wenn es nicht so spät ist, wie jetzt.
God bless you